Rechtschreibhilfe User

  • from der Duden-Redaktion
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  • Übrigens, aus gegebenem Anlass:


    Das „neu“ in der Wortverbindung „Frohes Neues“ wird großgeschrieben, da es in diesem Fall als substantiviertes Adjektiv steht. Das „froh“ beschreibt das „neu“ nämlich genauer.


    Das „neu“ in der Wortverbindung „Frohes neues Jahr“ wird hingegen kleingeschrieben, da es in diesem Fall gleichrangig mit „froh“ das darauffolgende echte Substantiv „Jahr“ steht.


    In diesem Sinne, frohes Neues :D

  • Dein Profil ist ja das beste, das ich je gesehen hab

  • Ich wünsche allen, die die Pinnwand der Rechtschreibhilfe besuchen, fröhliche Weihnachten und ein gesegnetes Fest voller Liebe und Besinnlichkeit

  • Hier ein paar Hinweise für eine korrekte deutsche Rechtschreibung:


    1. ss/ß


    - ein Wort wird mit ss geschrieben, wenn der Vokal davor kurz gesprochen wird, z.B. das Fass, die Masse

    - ein Wort wird mit ß geschrieben, wenn der Vokal davor lang gesprochen wird oder ein Diphthong (Zwielaut) vor dem s-Laut steht, z.B. das Floß, das Maß, (ich) weiß, heißen

    - Kurzwörter wie Pronomen und Artikel werden immer mit nur einem s geschrieben, z.B. das, was, es, weshalb

    - Achtung! Wenn „dass“ als Konjunktion verwendet wird und nicht durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzt werden kann und auch nicht als Artikel steht, so wird es mit ss geschrieben

    - Manche Wörter werden ohne ersichtlichen Grund mit einem s geschrieben, diese muss man auswendig lernen, z.B. das Reis, das Gleis



    2. langes i


    - das lange i wird in fast allen Wörtern, in denen es vorkommt, mit „ie“ wiedergegeben, z.B. die Liebe, der Diebstahl, fies, die Magie

    - aus graphotaktischen Gründen kommt „ie“ nie am Wortanfang vor und wird durch „ih“ ersetzt, z.B. ihr, ihn, ihm

    - „ieh“ kommt als schriftliche Darstellung des langen is innerhalb des Konjugationsschemas starker Verben vor, wenn das „h“ bereits Bestandteil des Verbstamms im Infinitiv war, z.B. sehen - (du) siehst, empfehlen - (du) empfiehlst

    - Manche Wörter werden ohne ersichtlichen Grund mit einem i geschrieben, diese muss man auswendig lernen, z.B. die Mine



    3. langes a


    - das lange a wird in fast allen Wörtern, in denen es vorkommt, mit „ah“ wiedergegeben, z.B. die Bahn, der Hahn, der Kahn, die Fahne

    - Ab und zu schreiben sich Wörter mit nur einem a, z.B. der Name

    - Zudem werden manche Wörter ohne ersichtlichen Grund mit aa geschrieben, diese muss man auswendig lernen, z.B. der Saal



    4. langes o


    - das lange o wird in den meisten Wörtern, in denen es vorkommt, mit „oh“ wiedergegeben, z.B. der Hohn, die Wohnung

    - oft schreiben sich die Wörter aber auch mit nur einem o, z.B. der Ton, der Klon

    - hin und wieder kommt es vor, dass ein „o“ als langes o gesprochen wird, weil es sich in einer offenen Silbe befindet. Dies ist durch die Herkunft (bspw. Verkürzung aus anderen Wörtern) begründet, z.B. das Klo (aus „Klosett“, in dem das o zwar geschlossen, aber kurz ausgesprochen wird, da der Hauptakzent auf der zweiten Silbe liegt)



    5. Doppelkonsonanten


    - für Verwendung des Doppelkonsonanten s siehe 1.1

    - n und m werden in der akzentuierten Silbe verdoppelt, wenn der Vokal vor ihnen kurz ausgesprochen wird, z.B. (er) kann, der Bann, die Tanne, der Kamm, wimmeln, dumm

    - die n/m-Regelung gilt nicht für Kurzwörter wie Präpositionen, z.B. an, in, im, um

    - t wird in der akzentuierten Silbe verdoppelt, wenn der Vokal vor ihm kurz ausgesprochen wird, z.B. (Betonung auf 1. Silbe:) die Butter, das Futter, der Kutter, der Eidotter sowie (Betonung auf 2. Silbe:) das Sonett, das Skelett, das Fagott



    6. z/tz


    - der ts-Laut wird nach einem langen Vokal als „z“ angegeben, z.B. Kamikaze

    - der ts-Laut wird nach einem kurzen Vokal als „tz“ angegeben, z.B. die Katze, die Tatze, das Gemotze, die Glotze

    - in Fremdwörtern kann der ts-Laut nach einem kurzen Vokal auch als „zz“ angegeben sein, z.B. die Pizza



    7. k/ck


    - der k-Laut wird nach einem langen Vokal als „k“ angegeben, z.B. das Koks, die Luke, das Küken

    - der k-Laut wird nach einem kurzen Vokal als „ck“ angegeben, z.B. backen, die Fackel, der Tacker

    - nach l, m, n und r wird nur in Eigennamen ein ck geschrieben, z.B. Otto von Bismarck



    8. seit/seid


    - „seit“ wird dann mit t geschrieben, wenn es einen zeitlichen Bezug hat und angibt, für wie lange eine Tatsache, eine Handlung o.ä. bereits Bestand hat, z.B. „Seit fünf Monaten ist mein Hauptkonto gesperrt“ oder „Ich warte seit sieben Tagen auf die Gelegenheit, den Leuten die deutsche Rechtschreibung beizubringen“

    Man kann sich die t-Schreibung entweder mit der Eselsbrücke „seit - Zeit“ (enden beide mit t) ODER mit der Eselsbrücke „seit - time“ (das End-t steht für engl. time, dt. Zeit) merken

    - „seid“ wird dann mit d geschrieben, wenn es als 2. Person Plural für „sein“ herhält, z.B. „Ihr seid vermutlich begeisterte Minecraft-Spieler“



    9. b/d/g vs. p/t/k (Auslautverhärtung)


    - Viele deutsche Wörter enden trotz gesprochenen stimmlosen (harten) Plosivs in der Schrift mit einem stimmhaften (weichen) Plosiv, z.B. der Berg, der Hund, der Korb

    -> der Grund dafür ist, dass die in der Schrift weichen Konsonanten noch im Althochdeutschen, also vor ca. 1400 Jahren, weich ausgesprochen worden sind

    - man kann herausfinden, ob ein Wort mit b, d, g bzw. p, t, k am Ende geschrieben wird, wenn man Wörter derselben Ableitungsfamilie ausspricht, evtl. durch Pluralbildung, Steigerung o.ä.

    - z.B.: der Berg - die Berge; der Hund - die Hunde; der Korb - die Körbe; gelb - gelber; unglaublich - glauben